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Was ist das Endocannabinoid-System?

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein Regulierungssystem, das bei allen Wirbeltieren, einschließlich dem Menschen, vorkommt. Dieses System wirkt in Verbindung mit den körpereigenen natürlichen Cannabinoiden im Sinne der Aufrechterhaltung der Homöostase (Cottone 2013). Das bedeutet, dass es Signale an Zellen sendet, um dafür zu sorgen, dass deren Funktion nicht übermäßig oder fehlend, sondern ausgeglichen ist. In Nature, einem der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Journale, wurden 1988 Studien mit THC publiziert, die zur Entdeckung dieses Systems geführt hatten (Marzo 2004). Die Cannabinoide der Hanfpflanze interagieren mit den Rezeptoren des ECS im menschlichen Körper und führen zu charakteristischen Effekten.

DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM IN ZELLREZEPTOREN

Das ECS wird durch zwei Typen von Zellrezeptoren gesteuert, CB1 und CB2. Diese Rezeptoren findet man im ganzen Körper auf der Oberfläche der Zellen, wobei die höchsten Konzentrationen in den Zellen des Gehirns und des Nervensystems anzutreffen sind. CB1 ist hauptsächlich auf das Gehirn und das Rückenmark konzentriert, während CB2 eher in Zellen, die mit dem Immunsystem assoziiert sind, gefunden wird (Pagotto 2006). Zwei Cannabinoide, die auf natürliche Weise vom menschlichen Körper produziert werden, fungieren als Botenstoffe an diese Rezeptoren, um diese zu bestimmten Funktionen anzuregen. Diese intern produzierten (endogenen) Moleküle werden als Anandamid und 2-AG bezeichnet. Sobald sie ihre Aufgaben erfüllt haben, werden sie von Enzymen abgebaut. Das ECS im Körper, das über diese Rezeptoren verfügt und endogene Cannabinoide und Enzyme produziert, hilft bei der Regulierung einer Vielzahl von Prozessen im menschlichen Körper. Dazu gehören Schmerz, Appetit und Fortpflanzung.

Die hohe Konzentration von CB1 im Gehirn und dem Nervensystem liegt an seiner engen Verbindung zu Freisetzung und Regulierung von Neurotransmittern (Marzo 1998). Hohe Konzentrationen dieser Rezeptoren finden sich vor allem an den Synapsen zwischen einzelnen Neuronen. Neurotransmitter sind körpereigene chemische Substanzen wie Dopamin und Serotonin, die als Signale zwischen Neuronen vermitteln. Wenn Sie Schmerzen verspüren, dann geschieht dies über Neurotransmitter, die über die Synapsen von Neuron zu Neuron übertrage zu werden, um dem Hirn mitzuteilen, dass es ein Problem gibt. Wenn es zu einer Fehlfunktion dieser Neuronen käme und diese Signale ständig aussenden würden, dann wäre der Schmerz unerträglich. Und da kommt das ECS zum Zuge. Endocannabinoide sind in der Lage, hyperaktive Neuronen zu beruhigen und auf Normalzustand zurückzusetzen. Das geht aber auch andersherum und inaktive Neuronen können durch das ECS aktiviert werden (Sulak 2018). A good example is what occurs in the gastrointestinal tract or in the cardiovascular system when cells are not functioning normally. Endocannabinoid levels increase in the brain when a person goes through a stressful event, or recalls an unpleasant memory. The ECS serves to protect cells from damage that may occur due to overactivity from stressors, and also inactivity that may cause damage to the body as well.

WIE DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM AUF STÖRUNGEN UND HORMONE WIRKT

Das ECS ist auch an der Hirnfunktion beteiligt, wenn es zu Anfällen kommt und die Hirnzellen nicht normal funktionieren und kommunizieren (Marzo 2004). Die FDA hat Epidiolex für die Behandlung von Anfällen in der Pädiatrie zugelassen. Der Wirkstoff ist CBD, der mit dem ECS interagiert und die Signalgebung im Hirn reguliert, sodass es zu weniger Anfällen kommt. Das ECS spielt eine große Rolle bei der Regulierung dieser Kommunikation und ist daher oft das Ziel von Medikamenten, die solche Probleme behandeln sollen. Es spielt auch im endokrinen System, das die Freisetzung und Aufnahme von Hormonen regelt, eine Rolle. Die Hirnanhangsdrüse, die sich direkt am Hirn befindet, sendet Hormone in den Körper, um verschiedenste Signale zu übermitteln, von Hunger bis zum Fluchtreflex, und sie verfügt über viele Endocannabinoid-Rezeptoren (Pagotto 2006). Die Liste der Funktionen im Körper, die mit dem ECS im Zusammenhang stehen, ist lang, aber in allen Fällen dienen diese dazu, Zellen im Rahmen der normalen Funktionalität in Homöostase zu halten.

DIE AUSWIRKUNGEN VON HANF & CBD AUF DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

Hanf und die enthaltenen Cannabinoide wurden über Jahrhunderte verwendet, um den komplexen menschlichen Organismus zu beeinflussen. Tatsächlich ist es so, dass wir das ECS kennen, weil Hanf so lange genutzt wurde und Wissenschaftler herausfinden wollten, wie es in unserem Körper wirkt (Marzo 2004). Wie die endogenen Cannabinoid im Körper sind auch THC und CBD in der Lage, auf die Rezeptoren des ECS einzuwirken, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen. Der Grund, warum die Cannabinoide so attraktiv für die pharmazeutische Industrie sind, liegt darin, dass der menschliche Körper überall Rezeptoren für diese Stoffklasse hat. THC wird stark an CB1-Rezeptoren gebunden. Und weil es so eine hohe Konzentration von CB1 im Hirn gibt, entstehen die psychoaktiven Wirkungen, für die THC bekannt ist. Der Grund dafür, dass die psychoaktive Wirkung nicht ewig anhält, liegt darin, dass der Mensch bereits Enzyme hat, die in der Lage sind Cannabinoide aufzubrechen. CBD interagiert mit diesen Rezeptoren, wobei Studien gezeigt haben, dass es die CB1-Rezeptoren auch blockieren kann, wodurch unerwünschte und psychoaktive Wirkungen von THC reduziert werden (McPartland 2014). Die berühmte Wirkung von Hanf auf den Appetit steht auch im Zusammenhang mit ECS-Rezeptoren im Verdauungstrakt und in der Hirnanhangsdrüse.

ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Das Endocannabinoid-System ist hochkomplex und hält die Zellen und Organe in Balance. Homöostase ist lebenswichtig. Da das ECS im Körper so weit verbreitet ist und es dort regulierende Funktionen ausübt, ist das eine gute Adresse, wo Medikamente wie Epidolex und weitere, die von der FDA zugelassen sind die nach dem Vorbild von Cannabinoiden entwickelt wurden, ansetzen können. Es sind derzeit viele Untersuchungen am Laufen, wie genau Cannabinoide funktionieren und auf die Rezeptoren wirken. Wissenschaftler sind dabei, herauszufinden, was die genaue Funktionsweise und die Pharmakinetik der einzelnen Moleküle im ECS ist, um auf dieser Basis Medikamente zu entwickeln. Von den Top-150 Medikamenten in den USA sind 118 pflanzenbasiert (Roberson 2008). Mit über 80 einzigartigen Cannabinoiden hat Hanf ein enormes Potenzial für ein breites Spektrum an Interaktionen mit dem ECS und Wissenschaftler und Forscher bemühen sich herauszufinden, wie genau die wirken und ob sich daraus Medikamente für die Zukunft machen lassen.

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